So. die erste Nacht ist überstanden. Ich hab mich irgendwie bis 14 Uhr wachhalten können. Danach hab ich für 2 Stunden gepennt. Dann bin ich nochmal in den TV-Raum gegangen und hab im Halbschlaf bis 20.30 ausgehalten. Dann aufs Bett gesetzt, ne halbe Stunde irgendwelche Sachen geordnet und versucht nicht einzuschlafen. Kurz nach 9 hab ich dann gegen mich selbst verloren. Eigentlich fing die Nacht auch ganz gut an. Ich hab von den anderen nix gehört, es war nicht zu warm und nicht zu kalt. So gegen 3 oder 4 war ich dann das erste mal wach. Ich weiss garnich mehr warum. Nach ner halben Stunde Gedanken, was ich denn überhaupt mache, wenn ich wirklich wach bin, bin ich wieder eingeschlafen. Um halb 5 war es dann aber endgültig vorbei. Der eine dicke Südamerikaner hat angefangen zu schnarchen und war auch durch gemeinschaftliches „tschhhhhh“ nicht richtig wach zu bekommen. Also hab ich dann von halb 5 bis kurz nach 7 im Bett gelegen, nachgedacht , gelesen, phantasiert.
Also kurz nach 7 aufgestanden und leckere Cornflakes zum Frühstück. Danach hab ich noch irgendwie weiter versucht die Zeit totzuschlagen, weil ich nicht schon um 8 in der Stadt sein wollte. Also wieder Fernseher und warten.
Gegen 9 bin ich dann losgegangen. Einfach geradeaus vom Hostel weg (im wahrsten Sinne des Wortes). Durch den Hyde Park, in dem gerade alles anfängt zu blühen, direkt zum Opernhaus. Masse Menschen und alles, was ich an Städten so hasse. Dafür hat mich die Sonne die ganze Zeit begleitet. Sonnenbrand hab ich hoffentlich nicht bekommen.
Auf dem ganzen Weg ist mir nur noch klarer geworden, dass ich hier schnell weg muss, um wieder nen geregelten Tagesablauf zu bekommen. Morgen (am Montag) geht’s los mit Bewerbungen verschicken und telefonieren. Ich hoffe, dass das mit meinem Ziel – im Dezember nen Job zu haben – schaffbar ist.
Derzeit sitze ich wieder im TV-Raum und schaue Simpsons. So geht die Zeit wenigstens schnell vorbei.
so. Nachtrag:
ich habe jetzt nen abschliessbares fach bekommen; ich hab nen fach im kühlschrank mit ungesundem essen; ich habe internet; ich habe nen adapter für die steckdose; ich habe englisch reden dürfen.
gerade geht es mir gut.
Sonntag, 16. November 2008
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Strom, Internet und Junk-Food im Kühlschrank - ein Nerd ist glücklich! Viel Erfolg bei der Jobsuche, ich habe auch noch nichts fest...
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